journalist, buchautor & moderator

Armin Fuhrer

Über mich

Es freut mich, dass Sie den Weg auf meine Website gefunden haben. Ich möchte auf dieser Seite kurz meine Arbeit vorstellen. Ich lebe in Berlin und arbeite als freier Journalist, Historiker und Buchautor und habe eine ganze Reihe Bücher geschrieben oder herausgegeben. Im Mittelpunkt stehen zeitgeschichtliche Themen wie der Nationalsozialismus und Biographien.

Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten. [...] dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazu gehört.

Hanns Joachim Friedrichs
Immer wieder beschäftige ich mich aber auch mit aktuellen politischen Themen. Zu meiner täglichen Arbeit gehört auch das Schreiben von Artikeln für News-Portale, Zeitungen und (Fach-)Magazine. Dazu gehören unter anderem Focus Online, Die WELT, Der Standard, Exil, Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, Militär & Geschichte, Dagbladet, Desperta Ferro sowie eine ganze Reihe weiterer in- und ausländische Publikationen. Ebenfalls habe ich eine Reihe von Texten für Sammelbände verfasst.Schließlich arbeite ich viel als Autor im Bereich Content-Marketing und moderiere Buchvorstellungen sowie Diskussionsveranstaltungen zu verschiedenen Themen wie Gesundheitspolitik.Bevor ich mich als Autor selbständig machte, arbeitete ich nach einem Studium der Geschichte, Politik und des Öffentlichen Rechts und dem Besuch der Axel-Springer-Journalistenschule mehr als 20 Jahre als Redakteur, Korrespondent und investigativer Journalist für die WELT und de FOCUS.Wenn Sie mit mir für Fragen oder Kooperationen in Kontakt treten möchten, zögern Sie nicht!

Portfolio

Bücher haben mich schon immer fasziniert. Schon während der Schulzeit las ich viel und dabei blieb es auch. Da lag es nahe, dass ich irgendwann selbst in die Tasten hauen und mein erstes eigenes Werk schreiben würde.

Es war dann aber doch eher Zufall, dass ich 2005 eine Biografie über Christian Wulff, den späteren Bundespräsidenten, verfasste. Schnell stellte ich fest, dass das Schreiben von Büchern eine neue Liebe wurde. Während ich noch als Korrespondent und Investigativredakteur arbeitete, schrieb ich weitere Bücher. Meistens standen Menschen im Mittelpunkt, denn persönliche Lebenswege und Schicksale interessieren mich am stärksten. Und da ich Geschichte studiert habe, waren es zumeist Menschen, die in vergangener Zeit eine Rolle gespielt hatten. So fuhr ich durch ganz Deutschland und interviewte Überlebende des Untergangs der Wilhelm Gustloff, jenes Schiffes, das kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges in der Ostsee von einem sowjetischen U-Boot versenkt wurde – 9300 Menschen starben, nur 1200 überlebten. Ich schrieb Biographien wie zum Beispiel über den früheren KPD-Vorsitzenden Ernst Thälmann und entdeckte bei meinen Archivrecherchen Dokumente, die zu DDR-Zeiten bewusst von der SED-Führung unterschlagen worden waren. Ebenso verfasste ich ein Werk über den einstigen NS-Gauleiter und Reichskommissar der Ukraine, Erich Koch.

Wohl am meisten faszinierte mich aber die Geschichte des 17jährigen Juden Herschel Grynszpan, der am 7. November 1938 in Paris ein Attentat auf einen Mitarbeiter der deutschen Botschaft verübt hatte. Ich hatte über diesen Jungen schon manches Mal gelesen, aber stets nur in Nebensätzen oder Fußnoten. Ich fragte mich: Wer war dieser junge Mann? Was waren die politischen Hintergründe seiner Tat, die damals die Welt erschütterte? Warum hatte er sich gerade dieses Opfer ausgesucht? Und was wurde aus ihm, wie war sein weiteres Schicksal? Geradezu erschüttert war, als ich in bis dahin unbekannten Dokumenten entdeckte, dass Herschel sehr wahrscheinlich sein Opfer gar nicht erschossen, sondern lediglich verletzt hatte. Es war Adolf Hitler persönlich, der den Befehl gab, dem Opfer die nötige medizinische Hilfe zu verwehren und den Mann sterben zu lassen – denn so hatten die Nazis einen Vorwand für die Ereignisse rund um den 9. November 1938, die bekannt wurden unter dem Stichwort „Reichskristallnacht“. Später fand ich heraus, dass Herschel Grynszpan entgegen der allgemeinen Einschätzung von Historikern offenbar Krieg und KZ-Haft überlebt hatte, denn es fand sich ein Foto, dass ihn sehr wahrscheinlich im Sommer 1945 zeigt. Wie schon über das Buch selbst, so wurde auch über diese Entdeckung in Zeitungen und auf Online-Portalen in vielen Ländern der Welt berichtet.

Ich schrieb auch Bücher über spannende Themen wie die Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin (als erster deutscher Historiker seit 1936), die NS-Propaganda um Hitlers Geburtstage oder über den West-Berliner Polizeibeamten Karl-Heinz Kurras, der 1967 den Studenten Benno Ohnsorg erschoss – der Startschuss für die 68er-Studentenrevolte. Ich verfasste zudem Bücher über aktuelle Themen wie den NSA/BND-Skandal oder – als Ko-Autor – über die Gefahren der Künstlichen Intelligenz. Insgesamt sind inzwischen rund 20 Bücher entstanden, die ich Autor, Ko-Autor oder Ghostwriterschrieb. Und eins ist gewiss: Es werden weitere Werke folgen.

Bücher
Neuerscheinung

Emil Ludwig gehörte in den Zwanziger- und Dreißigerjahren zu den bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Schriftstellern und Autoren weltweit. Geboren 1881 in Breslau als Sohn eines renommierten jüdischen Augenarztes, floh er schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit seiner südafrikanischen Frau vor dem militaristischen Wesen, das er allenthalben in Preußen-Deutschland ausfindig machte, in die Schweiz. Obwohl sein Onkel der zweitreichste Mann Preußens war, entschied sich Ludwig für das unstete Leben als Schriftsteller und Journalist. Sein weltweiter Erfolg – seine Bücher wurden in 28 Sprachen übersetzt – kam 1921 mit seiner Biografie über Goethe. In den folgenden Jahren legte er in schneller Folge Bücher über Bismarck, Napoleon, Wilhelm II. und über den Kriegsausbruch von 1914 vor. Ursprünglich ein unpolitischer Bohemien, entwickelte er sich zu einem scharfen Kritiker der Rechten. Als bekanntester Vertreter der „Historischen Belletristik“, als liberaler Jude aus dem Bildungsbürgertum, als Autor der „Weltbühne“ und als Kämpfer für Demokratie und internationale Verständigung avancierte er zum Lieblingsfeind der Rechten.

 Ludwig kannte viele Persönlichkeiten aus Kultur und Politik und lud viele Berühmtheiten in sein Haus am Lago Maggiore ein. Zu seinen Freunden und Bekannten zählten Walther Rathenau, Maximilian Harden, Erich Maria Remarque, Thomas Mann und vor allem auch Gerhart Hauptmann, von dem er sich später enttäuscht abwandte. Seit 1931 reiste er aus Furcht vor Mordanschlägen nicht mehr nach Deutschland. In anderen Ländern, allen voran den USA, wo er als der bekannteste Vertreter eines neuen, demokratischen Deutschland galt, wurde er zu dieser Zeit gefeiert wie ein moderner Popstar. Eine Reihe von Staatsmännern, darunter auch Josef Stalin, ließen bei ihm anfragen, ob er eine Biografie über sie schreiben wolle. 1940 emigrierte er in die USA und durfte als einziger deutscher Publizist in offizieller Mission die US-Regierung unter Präsident Franklin D. Roosevelt, den er persönlich kannte, beraten. In den fünf Jahren in den USA legte er sich mit vielen anderen Emigranten an, weil er sich für eine harte Behandlung der Deutschen nach der Niederlage des Dritten Reiches aussprach. 1945 kehrte er in seine geliebte Schweizer Heimat zurück, wurde aber von vielen deutschen Kollegen und Journalisten nun geschnitten. 1948 verstarb Emil Ludwig.

Blog

RSS FEEDs